Blackout (2012), digital print, 80x100 cm

Blackout (2012), HD video (excerpt), 16:9, 1'44", loop, stereo sound, colour

Die Videoarbeit BLACKOUT zeigt eine urbane Kulisse. Menschen gehen durchs Bild. Sie sind auf dem Weg zur Arbeit, zum Sport oder zum Einkaufen. Eine junge Frau mit einer Tasche voll mit Orangen kommt ins Bild, als sie plötzlich vor der Kamera hinfällt und sich die Orangen auf der ganzen Straße verteilen. Passanten eilen ihr zu Hilfe. Das Video bricht ab und beginnt von vorne.
Die Arbeit nutzt den öffentlichen Raum als Bühne für Inszenierungen und spielt mit der Aufmerksamkeitsspanne der Passanten. Durch einen kleinen Eingriff wird der Alltagsraum der Stadt, der nur aufgrund eines konstruierten Regelwerks funktioniert, gestört. Die Realität vermischt sich mit der Fiktion.
Die Arbeit ist von dem Berliner Schriftsteller Richard Wagner inspiriert, der sich, aus einem beobachtenden Standpunkt heraus, kurze Geschichten zu Personen ausgedacht hat, solange er sie mit den Augen verfolgen konnte. Die Handlung wurde sofort abgebrochen, sobald die Person aus seinem Blickfeld verschwand. Es entstehen Handlungsfragmente, die in sich immer wieder zusammenbrechen und Fragen aufwerfen.
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